Portal    Rollenspiel    Rezensionen    Art    Downloads    Community    

[ Zum Portal ]

 



Stämme

von Benjamin Rego und Christoph Fischer

 

 

_Wenn die Brut das Blut eines Werwolfs bestimmt und das Vorzeichen die Rolle, die er zu spielen hat, dann kann man sagen, der Stamm bestimme seine Familie. Die Stammzugehörigkeit ist aber keine genetische Sache, sondern ein gesellschaftliches Band, das der Schutz eines mächtigen Stammestotems und oft auch Blutsbande noch verstärken. Ein Werwolf schließt sich üblicherweise dem Stamm seiner Ahnen an. Manchmal geht das aber nicht, z.B. wenn ein Silberfang nicht in eine rassenreine Blutlinie hineingeboren wird, muß er sich vielleicht den Glaswandlern anschließen, oder ein verbitterter Lupus kann seinen Ahnen unter den Kindern Gaias den Rücken kehren, um um eine Aufnahme bei den Roten Klauen zu bitten. Ein Stamm ist daher mehr als nur eine ethnische oder idealistische Klassifikation – er ist eine soziale Einheit von Werwölfen.

 

 

Bunyip (ausgerottet)


_(engl. Bunyip) Dieser Stamm fiel nicht durch die Klauen des Wyrm, sondern durch die ihrer eigenen Geschwister. Zur Zeit des Impergiums waren die Bunyip am stärksten in Australien vertreten. Europäische Garou und deren Blutsgeschwister drangen als Siedler in die Stammesheimat der Bunyip ein und kämpften mit ihnen um die Vorherrschaft. Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Bunyip und ihre Blutsgeschwister, die tasmanischen Wölfe, restlos ausgerottet.


Croataner (ausgerottet)


_(engl. Croataner) Dieser Stamm, der aus amerikanischen Ureinwohnern bestand, bewachte ursprünglich die Küsten Nordamerikas. Doch mit den ersten europäischen Siedlern kamen die Hungersnöte und die Verzweiflung. Der Seelenfresser, einer der drei Hauptaspekte des Wyrm, konnte sich derart daran laben, daß er so viel Macht erhielt um schließlich in die stoffliche Welt zu manifestieren.

Die Croataner faßten den Entschluß dieses gigantische Wyrmbiest bis zum bitteren Ende zu bekämpfen. Jenseits der berühmten Roanoke-Kolonie vor der Küste Carolinas opferten sich die Croataner bis zum letzten Mann, um diese böse Macht von der Welt zu tilgen.


Fianna


_(engl. Fianna) Die Fianna kommen ursprünglich von den Britischen Inseln, wo sie eng mit den Kelten verbunden waren. Aus ihren Reihen stammen große Krieger, doch sind sie noch mehr für ihre Leidenschaft des Feierns und Geschichtenerzählens bekannt. Sie verlieben sich schnell und das nicht immer nur in Menschen oder Wölfe. Oft wird aus einer Trinklaune heraus ein Metis gezeugt, welcher in den Reihen der Fianna immer als schwächlich angesehen wird. Erstaunlich ist es, dass gerade so ein leichtlebiger Stamm so mit seinen Metis umgeht. Die Garou haben schon immer Galliards gehabt, doch die Besten sind immernoch Fianna, dessen Erinnerung sehr weit zurückreicht und sie kennen so manche Geschichte, welche sonst vergessen worden wäre. Doch die Fianna sind keine unverbesserlichen Säufer und Geschichtenerzähler, sondern sie sind auch erbarmungslose Kämpfer, was in einer Leidenschaft für den Kampf gibpfelt.

 

Stammestotem: Hirsch


Glaswandler


_(engl. Glass Walkers) Viele Garou betrachten Städte als Krebsgeschwüre auf Gaias Haut. Nicht so die Glaswandler. Sie fühlen sich zu den Städten hingezogen und verstehen die Menschen weit besser als ihre Vettern in den Wäldern. Die Wandler haben eine tiefe Verbindung zur Weberin, jener kosmischen Kraft, die andere für das wahnsinnige Wuchern der Zivilisation verantwortlich machen. Sie sind Meister der menschlichen Werkzeuge, Technikfreaks und wohl der „reichste“ Stamm des Westlichen Konkordats. Diesen Reichtum und ihre beindruckenden technischen Fähigkeiten nutzen sie, um mit mehr oder weniger legalen Mitteln gegen vom Wyrm kontrollierte Firmen wie Pentex vorzugehen.

 

Das Zeichen der Glaswandler hat sich über die Jahrhunderte verändert. Anfangs, als der Stamm sich selbst noch „Hüter der Menschheit“ (engl. Warders) nannte, war es eine einfache Glyphe mit nur einem horizontalen Querbalken, das ein einfaches menschliches Haus darstellte. Als die Zeit verging und die menschlichen Behausungen aufwendiger wurden, fügten die „Stadthüter“ einen zweiten Querbalken ein, um die üblich gewordnen mehrstöckigen Häuser zu repräsentieren. Während der Industriellen Revolution begann sich der Stamm „Eisenreiter“ (engl. Iron Riders) zu nennen und ein dritter Balken kam hinzu (teilweise um die Eisenbahnschienen wie auch die noch größer werdenden Gebäude zu symbolisieren). In den Anfängen des 20. Jahrhundert nahm der Stamm Glaswandler seinen jetzigen Namen an und änderte seine Glyphe erneut, um die modernen Wolkenkratzer zu repräsentieren. In all diesen Fällen war aber die Bedeutung der Glyphe stets „Die, welche durch menschliche Orte wandeln“ anstatt dem Ort selbst.

 

Stammestotem: Kakerlake

                    


Kinder Gaias


_Die Kinder Gaias waren damals ein Stamm, der sich dafür eingesetzt hat, das Impergium abzuschaffen. Auch heute noch predigen die Kinder, dass die Garounation viel ihrer Stärke einbüßt, weil sie nicht zusammenhält. Die Stämme bekämpfen nebenbei gegen sich selber und bieten dem Wyrm neue Nahrung. Viele Kinder Gaias reisen zwischen Septen und Caerns umher und versuchen zu vermitteln, was ihnen den Ruf von Friedensstiftern eingebracht hat, was verschiedene Reaktionen hervorgerufen hat. Trotz der schlechten Situation der Stämme schaffen es die Kinder von Einhorn ihre Zahl wenigstens zu halten, was dadurch begründet wird, dass der Stamm gegenüber Metis eine tolerante Einstellung hat und sie sogar freundschaftlich behandelt.

 

Stammestotem: Einhorn


Knochenbeisser


_Knochenbeisser sind der Untere Ende der Garou. Sie werden nicht von den wenigsten Stämmen geachtet. Sie waren aber immer schon Überlebenskünstler und haben gerade da ihren größten Erfolg, wo die meisten anderen Stämme versagt haben. Sie leben in den Reihen der Menschen und räumen den Dreck weg, den die Glaswandler nicht beachten. Durch diese Position in der Gosse machen die Knochenbeisser einen räudigen Eindruck und ihre Crinosgestalt ist auch eher ärmlich zu nennen, wenn das möglich ist, bei einem über zwei Meter großem Monster von ärmlich zu reden. Doch gerade diese Sachlage macht die Organisation der Knochenbeisser von denen der anderen Stämme so verschieden. Eine Septe, welche von Knochenbeissern beherrscht wird, ist eher als Demokratie zu bezeichnen. Wer schon unten angekommen ist, der soll nicht noch nach weiter unten treten.

 

Stammestotem: Ratte


Nachfahren des Fenris


_Wie schon an ihrem Namen zu erkennen ist, haben die Nachfahren eine enge Verbindung zur nordischen Mythologie, wobei sie eine andere Version erzählen. Ihre Liebe zum Kampf hat bei den Garou schon legendären Status, genauso wie ihre Ablehnung gegenüber allem Schwachem. Aber gerade diese Intoleranz lässt sie zu den wildesten und erbarmungslosesten von Gaias Kämpfern werden. Schon der Erste Ritus eines neuen Nachfahren offenbart ihm, dass er nicht an den Wehen des Alters sterben wird.

 

Stammestotem: Fenris


Rote Klauen


_Viele der unheimlichen Geschichten über Menschen, welche im Wald von Monstern angegriffen wurden, stammen wohl von Angehörigen diesen Stammes. Die Roten Klauen sind der einzige Stamm, welcher nur lupusgeborene Garou hat. Menschen und alle ihre Errungenschaften sind für eine Rote Klaue nur Schrott und Mittel der Weberin. Sie sind immer noch der Meinung, dass das Impergium niemals hätte aufgegeben werden dürfen.

 

Stammestotem: Greif


Schattenlords


_Die Schattenlords kommen aus dem Osten und für sie ist eine Hierarchische Struktur unabdingbar. Die Alten dieses Stammes sind wahre Meister in der Politik und Macht geht über alles und nach dem Bild der Schattenlords, ist eine strenge Führung das Einzige was den Garou bleibt um der Apokalypse zu begegnen.

 

Doch Schattenlords machen auch nicht vor ihresgleichen Halt. Die Wege an die Spitze mögen steinig sein und es mag viele Weggenossen geben, doch das einzig Wahre ist die Position der Stärke. Gerade in jüngerer Zeit hört man Gerüchte, dass die Schattenlords den Silberfängen ihre Position streitig machen wollen.

 

Stammestotem: Großvater Donner


Schwarze Furien


_Die Furien sind knallharte Feministinnen. Dieser Stamm beinhaltet nur weibliche Garou bis auf ein paar männliche Metis. Beheimatet sind sie vor allem in Griechenland und haben dort ihre stärksten Caerns, doch kann man sie überall auf der Welt treffen. Der Stamm weist eine hohe Affinität zu Geistern der Wyldnis auf und werden oft gerufen um unberührte Natur zu beschützen. Nach der Meinung der Furien stehen sie Gaia so nahe wie es ein Mann niemals schaffen wird. Trotz ihrer recht kleinen Zahl halten die Furien einige der stärksten Caerns in Europa.

 

Stammestotem: Pegasus


Silberfänge


_Als die Herren der Garounation sind die Silberfänge der stolzeste und edelste aller Stämme. Nach ihren Geschichten führen sie ihre Herkunft auf den ersten Wolf zurück und legitimieren somit ihren Herrschaftsanspruch. Über die Zeit haben die Silberfänge sich nur mit herausragenden Blutlinien bzw Wölfen gepaart, was sie aber leider in kleineren Macken wiederspiegelt. Jedoch ist unbestritten, dass die Silberfänge in der Vergangenheit durch ihre inspirierende Führung und unübertroffene Kampfkraft es sich verdient haben an der Spitze zu stehen. Aber in den Tagen vor der letzten Schlacht haben die Silberfänge viel des Vertrauens verloren das in sie gesetzt wurde. Es wird sich zeigen, ob der Stamm des Falken seine Führungsrolle in der letzten Schlacht einnimmt.

 

 

 

Stammestotem: Falke


Stillen Wanderer


_Die Wanderer wurden aus Ägypten, ihrer ursprünglichen Heimat, vertrieben und mit einem Fluch belegt. Seit dem ist es keinem Wanderer möglich lange an einem Ort zu bleiben. Auf ewiger Wanderschaft waren sie in den frühen Tagen, die wichtigste Möglichkeit Informationen zwischen Septen zu übermitteln.

 

Wanderer muten meist merkwürdig oder geheimnisvoll an. Viele sagen, dass die Wanderer auf der Suche nach ihrem Stammesland im Umbra sind und dadurch große Erfahrung mit dem Umgang der Geisterebene haben.

 

Stammestotem: Eule


Uktena


_Sie waren neben den Wendigo und den Croatanern die Behüter des amerikanischen Kontinents. Ihre Aufgabe bestand darin okkultes Wissen zu häufen und zu bewahren. Sie hatten eine große Verantwortung, welche sie gewissenhaft nachkamen. Doch mit dem Eintreffen der Europäer und den mit kommenden Übeln hat sich das Gesicht der Uktena verändert. Selten sieht man einen der ihren lächeln. Zu schwer wiegt ihre Aufgabe. Sie häufen immer noch Wissen an und bewachen die Gefängnisse großer Plagen. Doch mit den Europäern kam der Wyrm und die Uktena müssen aufpassen, dass sie ihm nicht erliegen, denn gerade der Umgang mit dem was niemand wissen soll kann verführerisch wirken. Wollen wir hoffen, dass sie standhaft bleiben

 

Stammestotem: Uktena (indianischer Wassergeist)


Wendigo


Wenn die Uktena die Wahrer des Wissens waren, dann sind die Wendigo ihre Krieger. Man vergleicht die Wendigo auch mit den Silberfängen, doch sollte man das nicht im Beisein, eines der beiden Stämme tun. Sie sind große Kämpfer welche keine Schwäche kenne und ihm hohen Norden leben. Diese unwirtlichen Begebenheiten scheinen es aber einem Wendigo überhaupt nichts auszumachen.

 

Die Wendigo sind auf die europäischen Einwanderer schlecht zu sprechen. Mit ihnen kamen die anderen Stämmen und führten Krieg und versklavten die Blutsgeschwister der Wendigo. Nach der Meinung der Wendigo kam mit den anderen Stämmen der Wyrm in ihr Land.

 

Stammestotem: Wendigo


 

 


Stand:  2005-03-28 10:55 | Es ist 1 Besucher online. | Ihr seid nicht angemeldet.