Dharmasvon Alchemy
_Jedes Dharma führt zu einer anderen Bestimmung, dennoch führen all dies Pfade in ähnliche Richtung. Die Vampire, die ihnen folgen, haben gewisse Dinge gemeinsam. Ihre Sekten sind zwar recht lose strukturiert, doch man kann einige Gemeinsamkeiten finden.
Im Gegensatz zu den Clans der Kainskinder sind die fünf Dharmas unorganisiert; sie lehren lediglich die Jungen, leiten die Suchenden, geben den Ahnen Macht und trösten die Erschöpften. Jeder Kuei-jin folgt seinem Dharma etwas anders und zwischen den Jüngern des selben Pfades kann es zu endlosen Auseinandersetzungen kommen.
Das Heulen des Teufelstigers_Wie die Tiger ziehen die Vampire des Sengenden Winds Erhabenheit der Brutalität vor. Das Böse, daß sie tun, verfügt über eine Anmut und Wucht, mit denen ein simples Blutbad einfach nicht mithalten kann. Ihre Lektionen sind buchstäblich schneidend wie Rasiermesser und ihre Mantras häuten die Ohren. Geschick ist eine Tugend, Brutalität ist Verschwendung. Ein Meister entführt seine zukünftigen Jünger, läßt sie entsetzliche Lektionen erleiden und dann über die Essenz ihres Schmerzes meditieren.
Die Schüler selbst stammen aus gewalttätigen Lebensbereichen. Zu Lebzeiten haben sie gelernt mit Schmerz zu leben. Irgendwann zogen sie dann Kraft daraus und erlitten oft einen scheußlichen Tod. Bei ihrem Aufenthalt im Yomi schnitt man diesen Seelen ihre Schwächen weg. Jetzt, wo sie den Zweiten Odem in den Lungen haben, bemühen sie sich ihre Ausbildung fortzusetzen und die Lektionen an Personen weiterzugeben, die sie vielleicht zu schätzen wissen.
Trotz aller Mißverständnisse sind diejenigen, die diesem Pfad folgen, keine Dämonenanbeter. Vielmehr wollen sie selbst Teufel werden. Und das ist ein weit hehreres Ziel als einfache Dienstbarkeit.
Das Lied des Schattens_Es erfordert eine gewisse Distanz dem Vermächtnis Xues zu folgen. Um an der Schwelle zwischen Leben und Tod zu stehen, muß man sich gegenüber beider Quallen immunisieren. Dennoch muß man die Tränen eines Lebewesens spüren, um aus dem Staub zu erstehen. Manche Vampire nehmen das wörtlich, während andere versuchen, die kalte Leere zu überwinden.
Mandarin des Dharmas des Lieds des Schattens legen Wert auf Lernen und Meditation. Alle Lektionen haben symbolischen Charakter und der Jünger muß ihre Bedeutung schon selbst herausfinden. Die meisten Knochenblumen sind gern allein, bilden aber Gruppen, um große Kunstwerke zu erschaffen. Diese Auftritte umfassen komplizierte Riten, anrührende Musik und stilisierten Tanz. Durch diese Schauspiele versuchen die Vampire, Erkenntnisse zu fassen und weiterzugeben.
Der Pfad der tausend Einflüsterungen_Um den Weg der Einflüsterungen zu folgen, muß der Kuei-jin ständig sterben und wiedergeboren werden. Alle paar Jahre erleidet er einen rituellen "Tod", wird beerdigt und kehrt als neue Person wieder. Bei seinem Begräbnis fällt der Vampir in eine lange Trance, in der er über die Lektionen seines Lebens meditiert. Der Leib der Kuei-jin bleibt in Starre, bewacht von sterblichen Freunden oder anderen Einflüsterungen. Erstere werden üblicherweise verschlungen, wenn der Vampir von seinen Reisen wiederkehrt; letztere grüßen ihn und gehen, wenn er aus dem Grabmal herauskommt. Jedesmal, wenn der Kuei-jin "stirbt", kappt er alle Bindunge zu seinen früheren Leben und irgendwann verläßt er auch sein Wu und seinen Hof.
Der Tanz des zuckenden Drachen_Vor dem Tode leugneten viele Zuckende Drachen die Begierden des Fleisches. All ihre Repressionen gehen zum Teufel, wenn die karmische Schuld eingefordert wird. Manche völlig der Fleischeslust verfallenen Menschen kehren zurück, um ihr Werk zu vollenden, aber die meisten Lachenden Regenbogen lernen erst nach dem Tode zu lachen. Bei Drachenriten spielen Tantra-Übungen eine große Rolle. Indem sich der Vampir mit einem lebenden Partner paart, entzieht er ihm seine Energie und wandelt sie dann in reines Chi um - die Lebensenergie, die vielen einst versagt blieb.
Der Weg des schillernden Kranichs_Schillernde Kraniche erkennen die eigene Unreinheit und streben danach sie zu überwinden. Zu Lebzeiten beschämten diese Vampire ihre Familien durch sorgloses, unmoralisches Verhalten (zumindest glauben sie das). In Yomi kamen ihre Sünden zum Vorschein und jetzt tragen sie ihre Strafe für ihr Vergehen.
Doch noch gibt es Hoffnung. Rigorose Disziplin, Großzügigkeit und Güte bieten Rettung für die Seele der Vampire. Ein Wächter des Schillernden Eises gilt als weise, ehrenhaft, klug und klutiviert. Askese wird gerne gesehen, aber Selbstkasteiung gilt als schlechter Stil.
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