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Die noblen Häuservon Hawkin
_Die Sidhe unterscheiden sich in Häuser, sechs Lichte, sechs Finstere und eines, welches jede Zugehörigkeit und adelige Konfession verloren und Licht sowie Finster den Rücken gekehrt hat. Wer hätte gedacht, dass gerade diese verwaschenen Außenseiter nun plötzlich die Macht haben das Gleichgewicht zwischen Licht und Finster zu kippen und die Geschicke der Wechselbalggesellschaft zu entscheiden. Das Haus ist einer Sidhe Familie und Rückhalt. Sie wird geboren und ihre Seele ist von ihrer Chrysalis (Gebenedeiung) an nur ihrem Haus verpflichtet. Sie schwört einen heiligen Eid ihrer Familie, ihren Ahnen und ihren Nachfahren gegenüber, dem Haus, und nichts und niemandem sonst zu dienen. Das Haus bestimmt den Sinn, Zweck und die Lebenseinstellung einer Sidhe. Seiner Befehlsgewalt muss vor allem anderen gehorcht werden. Nichts stellt sich zwischen eine Sidhe und ihre Pflichten dem Haus gegenüber und ihre Untergebenheit ist meist erschreckend. Egal ob Freundschaft, Verlangen, Liebe, Schwur, Sympathie oder gesunder Menschenverstand, welche Tragödien es auch immer verursachen mag, eine Sidhe wird sich lieber in jedes Unglück stürzen, als sich ihrem Haus zu widersetzen. Diese ewige Last liegt auf den Schultern aller Adeligen.
Haus Scathach_Die Sidhe von Haus Scathach entstammen den letzten Abkömmlingen der Tuatha De Danaan. Die mysteriöse Gründerin des Hauses entstammt einem Geschlecht von niederem Blut, jedoch sind die Legenden über Scathachs Mutter von erschütternder Wichtigkeit. Mit Hilfe einer ihrer Krieger streckte sie im großen Krieg, in dem die Tuatha endgültig die Fomorii besiegten, Indech Oneira-Osseus nieder, den Weißen König. Obwohl es dem König bestimmt war zu siegen, verhinderten die beiden Tuatha De Danaan das Ende der Welt, und betrogen das Schicksal. Weil Scathachs Mutter wusste, dass dies nicht ungesühnt bleiben würde, setzte sie ihre Tochter auf der Insel Skye (Schatteninsel) aus und lies sie dort großziehen, während sie selber für immer im Traum verschwand. Schließlich hatte auch all ihre anderen Kinder ein grausiges Schicksal ereilt, besonders die arme Leanhaun.
Scathach selber wurde eine ausgezeichnete Kriegerin, ihr Name bedeutet, die Schattenhafte. Sie und ihre Tochter allerdings gerieten vor dem Bersten in einen heftigen Streit. Scathach selber hatte sich entschlossen nicht mit den anderen Sidhe nach Arkadien zu fliehen, während Uathach ihre Mutter für verrückt erklärte. Am Ende unterzogen sich Scathach und ihre Anhänger dem Wechselbalg-Ritual (Changeling-Way-Ritual) und entschieden sich mit den Gemeinen auf der Erde zu verweilen, wohingegen Uathach und eine kleine Gruppe ihrer Freunde aufbrachen um das Silbermeer zu finden, denn dort, so vermuteten sie, würden sie auf ihr Schicksal treffen.
Einige Jahre danach kämpfte Scathach an der Seite von Sidhe und Gemeinen als eine der letzten der Tuatha De Danaan gegen den Sohn des Weißen Königs, Octriallach. Er war gekommen um den unrechtmäßigen Tod seines Vaters zu rächen und dessen Schwert, die mächtige Klinge von Tethra, an sich zu bringen. Der Fomorii-Prinz war von einer Macht, dass ihm niemand außer Scathach gewachsen war. Sie ließ ihr Leben in den Schatten des Winterwaldes, um das Ungeheuer dort zu bannen. Kurz darauf flohen die Sidhe nach Arkadien. Die Klinge allerdings ging verloren und heute weiß niemand mehr, wo sie sich befindet und auch die Legenden von mächtigen Fomorii-Alpträumen und ihren dunklen Kindern sind nun mehr nur noch blasse Erinnerungen.
Die Scathach-Sidhe verloren einen Grossteil ihrer Anmut und Grazie, aber sie entschieden sich zu bleiben und verbrachten Jahrhunderte an der Seite der Gemeinen ohne sich ihnen jedoch wirklich zu enthüllen. Eine halbe Ewigkeit wusste niemand mehr von den schattenhaften Kriegern. Doch heute hat sich das geändert. Von den Gemeinen als Sidhe und von den Sidhe als Gemeine angesehen - halbe Sidhe, sozusagen - gehören sie auf keine Seite und wollen sich auch nicht entscheiden. Sie sind exzellente Krieger und beherrschen sogar eine eigene Kampfkunst. Sie sind beständig auf Wanderschaft, immer hin und hergerissen und immer bemüht niemals länger an einem Ort zu verweilen, denn auf dem ganzen Haus liegt ein Fluch. Seit Scathachs Mutter sich damals dem unabwendbaren Schicksal entgegenstellte, und den Lauf der Zeit und der Dinge veränderte, besiegelte sie das Leid dieses Hauses. Scathach können nicht anders, als dem Schicksal immer und immer wieder in die Quere zu kommen, es herauszufordern und sich ihm zu widersetzen. Und, außerdem, eines Tages den Preis für den Verrat zu bezahlen. Eine jede Sidhe von Haus Scathach versucht meist auf Wanderschaft zu bleiben und sich mit wenigen Leuten anzufreunden, da sie immer in der Angst lebt, die anderen in ihren Frevel mit hineinzuziehen.
Das Banner ist ein pechschwarzer Einhornkopf auf hellgrauem Untergrund. Scathach-Sidhe bevorzugen einfache und sportliche Kleidung und meist haben sie schimärische Rüstung und schimärische Waffen zur Hand. Sie sind schweigsam und geheimnisvoll, aber sie sind überall unter den Feen. Sie bezeichnen sich weder als Seelie noch als Unseelie, da sie, nicht wie die anderen Sidhe, ihre Erben nach dem durchlaufen des Wechselbalg-Rituals, freier wählen konnten, wie Gemeine Feen auch. Wie immer versuchen sie neutral zu bleiben.
Seit 1998 geht das Gerücht um, es seien neue Sidhe auf der Welt aufgetaucht. Seltsame, vergessene Häuser, aus Arkadien zurückgekehrt, welches zu einer Eiswelt gefroren sein sollte. Und auch von Scathach erzählt man sich, von Scathach, die angeblich aus Arkadien zurückgekehrt seien...
Lichte Häuser_Die Lichten Feen sind die Bewahrer der Traditionen und die Hüter des Glamours. Sie entspringen den bunten Träumen von Visionären und Künstlern, den Legenden und Sagen alter Zeiten und verspielten Kinderträumen. Die Lichten Sidhe haben ein tiefes Verständnis für Legenden und alt Bewährtes, hüten die Geschichte damit sie nicht in den Nebeln des Vergessens vergehen und regieren die Gemeinen mit gerechter, harter Hand. (Im Idealfall)
Haus Beaumayn_Die Sidhe von Haus Beaumayn kämpfen aus verlorenem Posten einen sehr aussichtslosen Kampf. Vom Schicksal verfolgt kämpfen diese ehrbaren Krieger und Außenseiter der Feengesellschaft gegen ihre Vergangenheit und die Zukunft, die sich ihnen unaufhörlich offenbart. Einst kämpften sie an der Seite von Gwydion dem Grauen selbst und ihre Prophezeiungen waren stille Begleiter ihrer Tränen im Staub des Schlachtfeldes. Geschlagen mit Visionen der Zukunft, gegen die sie nicht ankommen können, sind sie dennoch gesegnet mit der Erfahrung und dem Verstand ihr Wissen oftmals besser für sich zu behalten, denn die Wahrheit über die Zukunft kann zerstörend sein, wenn man nicht damit umgehen kann.
Doch diese Weisheit und der Wahnsinn eines ihrer eigenen Anführer in den großen Kreuzzügen, säten Streit und Uneinigkeit in ihren Reihen. Diese und ein geschworener Eid des Schweigens sorgten dafür, dass alle Mitglieder des Hauses von ihren ehemaligen Verbündeten selbst als Verräter gebrandmarkt, und für immer eingesperrt wurden. Durch einen Zauber wurden alle Erinnerungen an das stolze Haus der Propheten und Krieger für immer aus den Köpfen der anderen Feen verbannt, doch die Gebrandmarkten schwiegen weiter und ertrugen stumm Gefangenschaft und den Anblick des versiegenden Glamours und der Verbannung der anderen Häuser.
1998 allerdings war ihre Zeit gekommen und man befreite sie von ihren Ketten und schickte sie wie Helden in einen Kampf, den sie nicht gewinnen konnten, den Kampf gegen die Thallain, den Schattenhof und das Sterben des Glamours auf der Erde...dem Endlosen Winter. Und wie immer erdulden sie stumm, packen ihre Schwerter und ziehen in den Kampf, dessen Ausgang sie sicher längst schon gesehen haben, und schweigen. Die Anhänger des Winters müssen sich in Acht nehmen... Die Ritter des dunklen Sterns sind wieder da und sie werden furchterregende Gegner für die Schatten sein. Bis zum letzten Atemzug allein mit sich und ihren Tränen um die Zukunft; ein schwarzes Banner mit violettem Stern weht im Sturm des Schicksals.
Haus Dougal_Haus Dougal besteht zur Hälfte aus Gemeinen und zur anderen Hälfte aus Sidhe. Dieses Haus gibt nicht besonders viel um Worte, nur Taten und Qualität der Arbeit zählen unter dem goldenen Banner mit dem schwarzen Panzerarm, der den Schmiedehammer in festem Griff hält. Einst waren sie die Waffenschmiede der Gwydion, bis sie sich relativ spät als würdig erwiesen, und ein eigenes Wappen bekamen. Ihr Gründer Dougal schmiedete einen Dolch aus kaltem Eisen zu dem Schwert mit dem Namen Anweyth, und entdeckte so das Wunder des Stahls. Dabei opferte er sein Leben und ermöglichte seinen drei Gehilfen adelig gesprochen zu werden. Da der Stahl das Kalte Eisen aus der Welt vertrieb hat er den Feen einen großen Dienst erwiesen...sein Opfer kam allerdings zu spät um das Bersten noch zu verhindern.
Dougal sind rau und viele Sidhe rümpfen die Nase über dieses „gemeine Haus“. Die Dougal selbst kümmert es nicht und ihre Schmiedekunst ist einmalig im Traum. Ihre Lebensabschnitte sind nach dem Status benannt, den sie im Haus bekleiden, Lehrling (Apprentice) für Kindlinge, Journeyman für Wilder und Master für Grummelinge. Sie lehren bereitwillig jedem ihr Handwerk, der bereit ist ehrliche und harte Arbeit zu tun und dienen dem Haus des Falken mit größter Untergebenheit. Ihrer Meinung nach war es übrigens der Neid und die Bösartigkeit des Hauses Balor, die das Wissen um die Schmiedekunst gepaart mit Kaltem Eisen aus den Schmieden der Dougal in die Hände der Menschen brachte. So kommt es, dass Haus Dougal für das Haus der Schlange ganz besonders wenig übrig hat, während es sich ansonsten zumindest in den eigenen Reihen eher selten von Finsterer Gesinnung aus der Ruhe bringen lässt.
Sidhe von Haus Dougal bevorzugen Arbeitskleidung und bequeme Dinge, manchmal schimärische Kleidung zu gegebenem Anlass, oder funktionale Rüstung und Waffen der besten Qualität natürlich. Ansonsten können sie jeder Nationalität sein und jede Haar- oder Augenfarbe haben, sie legen aber meistens eher weniger Wert darauf gut auszusehen, sondern perfekt zu arbeiten.
Haus Eiluned_Keinem Haus wird so misstraut wie dem Haus des Schwarz- und Silberbanners. Im Schatten des Sichelmondes erhebt sich kaum merklich der Skarabäus und hütet die Geheimnisse der Magie. Das Haus der Hexenmeister ist enigmatisch, kühl, verschlossen und undurchdringlich, ebenso wie die Gesichter seiner Mitglieder. Es gibt kein Haus auf dessen Schultern mehr Gerüchte lagern und über das weniger Offizielles Bekannt ist. Einst war Eiluned die jüngere Schwester von Ailil, die immer im Schatten ihres charismatischen Bruders verborgen blieb und sich viel lieber mit der Magie auseinander setzte, als sich darauf vorzubereiten einmal Königin zu werden und zu herrschen. Man sagt sie gab sich mit dem Untervolk ab und spielte mit den Vampire, als sie noch Feen waren. Doch eines Tages war ihre Zeit gekommen und sie versammelte ihre enigmatischen Anhänger, um aus dem Haus ihres Bruders auszutreten und ihr eigenes Geschlecht zu gründen, so wie es ihr Blut und ihre Lichte Einstellung verlangte.
An dieser Einstellung zweifeln die meisten anderen Sidhe. Die Eiluned haben offensichtlich nichts Lichtes an sich, und trotzdem sind sie es. Sie teilen ihre Geheimnisse nur unter äußerst dringenden Umständen und ihre Methoden gegen den Schattenhof und die Dauntain vorzugehen sind zwar stilvoll, grenzen jedoch manches mal an Feindesverbrüderung heran. Viele bezeichnen sie als Wölfe im Schafspelz und prophezeien, dass sie einst der Untergang des Sommerhofes sein werden, indem sie ihn verraten und sich wieder mit ihren Geschwistern in den Reihen der Finsteren vereinen. Eiluned sind fasziniert von Hexerei und Geheimnissen und haben meist eine Menge Gremayre und Erinnerung (Remembrance). Sie sind furchterregende Gegner und ihre Künste wenden sie mit tödlicher Präzision an, gib ihnen nur kein Schwert in der Hand, denn körperlichen Auseinandersetzungen entziehen sie sich lieber. Natürlich gibt es Ausnahmen von der Regel.
Eiluned-Sidhe sind meist sehr dürr und haben zeigen wenig körperliche Stärke. Aber sie sind verschlagen und intelligent und bringen die Ziele des Lichten Hofes ohne Skrupel voran. Sie bevorzugen dunkle Kleidung und haben meist blasse Haut und stechende Augen, ganz ähnlich wie ihre Brüder aus dem Hause Ailil. Nur fehlt den Eiluned der Hang zu Prunk und Protz und ihr Kleidungsstil ist eher einschüchternd unauffällig.
Haus Fiona_Wenn du eine gute Zeit haben willst, ruf die Fiona. Simpel, aber wahr. Dieses feurige und leidenschaftliche Haus entsprang der Legende nach den Träumen eines jungen Fianna, der nach seiner ersten Jagd mit einem Mädchen im Arm einschlief, dem er soeben in beider Einverständnis die Unschuld geraubt hatte. Auch das Mädchen träumte seinen Teil dazu bei und aus ihrer Beider Gefühle, Glück, Leidenschaft, Kriegerstolz und leichte Trauer über die verlorene Unschuld, entstand Lady Fiona. Das Haus verdiente sich seinen Adelstitel durch seine Furchtlosigkeit, für die die Reiter und Krieger Fionas bekannt sind. Sie bekämpften ein alptraumhaftes Übel, dem nicht einmal die besten Ritter Gwydions zu entgegentreten konnten, weil sie ihre Furcht lähmte. So bekamen sie ihr Banner, der silberne Löwe auf rotem Grund.
Die Fiona sind leidenschaftliche Liebhaber und exzellente Reiter und Schützen. Sie sind kampfeslustig und gleichzeitig verrückt nach Liebe und Gefühl. Sie kennen keine Furcht, es sei denn einer ihrer Lieben ist in Gefahr und sie bekämpfen jedes auch nur erdenkliche Übel ohne eine Sekunde darüber nachzudenken, ob es sie den Kopf kosten könnte. Ja, Fiona sind manchmal ein bisschen voreilig, aber das bringt Leidenschaft so mit sich. Es gibt keine besseren Liebhaber auf der Welt und selbst Satyrn müssen sich auf einer Fiona-Party warm anziehen. Ansonsten sind ihnen familiäre Bindungen sehr wichtig und sie pflegen manchmal sogar noch Kontakt zu ihren Verwandten, den Fianna.
Fiona-Sidhe haben meist einen extravaganten Kleidungsstil und bevorzugen bunte Farben. Meist Rot und Silber, die Farben ihres Wappens, wenn sie festliche Anlässe besuchen, ansonsten alles was „in“ ist und/oder ihnen steht. Fiona sind individualistisch und wankelmütig beizeiten. Ihre Augen sind meist von feurigem Glanz und ihre Haare wild und unbändig wie ihr verführerisches Lächeln.
Haus Gwydion_Das Haus des Falken gilt als das edelste unter den Häusern der Sidhe. Ihr Gründer Gwydion der Graue war ein direkter Abkömmling einer sehr mächtigen Tuatha De Danaan Familie, in Fleisch und Traum. Doch in seinen ersten Jahren war er närrisch und ungerecht und missbrauchte seine ungeheure Macht über die Sterblichen und das Feenvolk. Eines Tages jedoch verärgerte einen der großen Tuatha Lords, einen seiner Onkel, indem er ihm mit größter Respektlosigkeit Haus und Hof schändete. So verwandelte der mächtige Hexenmeister den aufsässigen und arroganten Jungen für ein Jahr in einen Hirschen, für ein Jahr in einen Falken und für ein Jahr in einen Wolf. Als Wolf wurde er in einer Schlinge eines Jägers gefangen, der jedoch erkannte in den angstgeweiteten Augen des Tieres das goldene Leuchten von Feenadel und befreite es, ohne ihm ein Haar zu krümmen. Diese Demonstration zeigte Gwydion, dass man mit Macht über Leben und Tod gerecht und gütig umgehen muss und so nahm er sich vor, ein gütiger und gerechter Herrscher zu werden.
Gwydion wurde zum Herrscher der Feen, als einer der mächtigsten vom Blute der Tuatha De Danaan. Er wählte den goldenen Falken als Wappentier, zur Erinnerung an seine Zeit als Tier und als Zeichen seines Adels. Im Hintergrund die grünen Felder Irlands, seiner Heimat. Man sagt Haus Gwydion herrschte über Arkadien bis ein schreckliches Unglück über die Kinder des Falken kam und sie sich entschieden auf die Erde zurückzukehren um den Endlosen Winter aufzuhalten. Gerüchten zu Folge soll der Grund ihrer Rückkehr allerdings etwas anders ausgesehen haben. Doch da der Wahre Grund in den Nebeln des Vergessens liegt sollte man alte Gehässigkeiten ruhen lassen, wenn man keinen Ärger mit den unbestrittenen Führern der Feengesellschaft will.
Die Gwydion sind stolz und mutig. Mit dem smaragdgrünen Banner im Rücken ruhen die Augen des goldenen Falken mit dem Eichenblatt als Zunge auf seinen würdigen Kindern und schenkt ihnen die unbändige Kraft eines wahren Kriegers und die Fähigkeit Wahrheit von Lüge zu unterscheiden um Recht zu sprechen. Auf ihren Schultern ruht beständig die schwere Last der Führerschaft. Das Haus bringt starke Krieger hervor und heiligt den Kodex der Ritterlichkeit, die Regeln der höfischen Liebe und den Escheat als Grundlagen des Lebens. Genauso erwarten sie es auch von ihren Untertanen und sie kämpfen mit unbändiger Wut gegen die Schergen des Winters auf der Erde. Geradezu eifersüchtig hüten und horten sie den letzten Glamour auf der Welt, den es zu beschützen gilt und treiben das Finstere Pack mit seinen Thallainschergen zurück in die Dunkelheit des Vergessens, koste es, was es wolle, um Arkadien zu retten.
Gwydion-Sidhe bevorzugen helle Kleidung, oft höfisch und verpassen keinen Anlass sich in Szene zu setzen. Ihre Augen glühen mit dem Feuer eines verzweifelten, der den Traum sterben sieht und es mit allen Mitteln zu verhindern weiß. Sie sind beeindruckend in ihrer Erscheinung und Haar und Augen haben meist kräftige Farben.
Haus Liam_Haus Liam bewundert die Menschen und ihre Fähigkeit zu überleben. Schon immer kümmerten sich die Sidhe dieses Geschlechtes um die sterblichen Geschicke und waren den Menschen musische Begleiter und stille Inspiration. Ihr Gründer, König Liam, war fasziniert von dem Gesang einer französischen Nonne, die in einem Kloster fern ab der Stadt wohnte. Jeden Abend kam er zu ihr, um sich von ihrem Gesang inspirieren zu lassen, doch in den schweren Zeiten vor dem Bersten war es den Feen unter allen Umständen untersagt, sich mit den Menschen persönlich, und insbesondere mit der Kirsche abzugeben. Doch König Gwydion empfand die Nähe Liams und die Liebe seines Hauses zu den Menschen als zu gefährlich und ließ die Nonne entführen. Als König Liam also den nächsten Abend wieder zum Kloster kam, und die Nonne nicht sang, bewegte er sich suchend zu nah an das Kloster heran und musste fliehen, um nicht entdeckt zu werden. Er erfuhr von Gwydions Verrat und stürmte zornig gegen dessen Mannen um die Nonne zu retten. Dies stürzte ihn in Ungnade und Liams Reich, das Königreich der Blüten (Frankreich) welkte unter dem Bersten dahin und die Menschenfreunde mussten die Welt ihrer geliebten Schützlinge verlassen.
Doch nun sind sie wieder da und sind erschüttert darüber wie die Banalität ihr liebstes Volk mit der Zeit verändert hat. Das Hellblaue Banner mit der silbernen Eiche steht weiterhin stark zu seinen „menschlichen Neigungen“ und versucht Träumer zu inspirieren und zu schützen wann immer sie können. Dies verträgt sich manchmal schlecht mit dem Escheat und dem Lichten Kodex, doch es schert sie wenig. Auf Grund des Verrates ihres Königs, der den Eid brach die Menschen aus der Ferne zu schützen und sie niemals zu berühren, gelten alle Liam als Eidbrecher. Sie sind für die anderen Häuser nur Nichtsnutze au die man ein Auge haben sollte, und die die Belange der Sterblichen über die der Feen stellen. Doch die Liam scheren sich einen Dreck darum, was die anderen Reden und stehen darum am Rande der noblen Gesellschaft. In diesen Zeiten, wissen sie, ist es wichtiger denn je potente Träumer zu wahren und vor allem Übel zu beschützen.
Sidhe von Haus Liam tragen meist sehr schlichte Kleidung und halten sich oft im Umfeld von Menschen auf. Auf höfische Spielchen verzichten sie meistens, abgesehen davon, das sie sowieso eher selten eingeladen werden. Aber es gibt auch eine Hand voll Liamritter die an Höfen anderer zu Ruhm und Ehre gelangt sind. Meist sind die Gesichter der Liam von stiller Trauer geziert, die von einem fernen Lächeln verdeckt wird, da sie das Sterben des Traumes in den Menschen nicht ertragen können.
Finstere Häuser_Die Finsteren Feen sind die Rebellen und das Chaos. Sie ernähren sich von verführerischem Glamour der neuen Zeit, entsprungen aus Intrige, Gewalt und Zorn der neuen Zeit. Entstanden aus Mythen von Monstern und gesponnen aus Ängsten und Alpträumen sind sie die unstetige, oftmals grausame Seite der menschlichen Phantasie. Die Finsteren Sidhe sind die Rebellen und Eroberer, sie nehmen sich, was sie wollen und regieren viel volksnäher aber auch mit viel Gewalt. Sie sind impulsiv und störrisch, aber der neuen Zeit viel zugewandter und somit, ob man es glaubt oder nicht, auch dem gemeinen Volk viel näher.
Haus Aesin_Dieses wilde und ursprüngliche Haus leidet an den Folgen eines Krieges, der die Hälfte ihrer selbst hinweggefegt hat. Der Kampf zwischen Lichten und Finsteren Aesin hatte einen klaren Gewinner, doch Konsequenz dieses Blutbades war noch eine viel weitreichendere. Haus Aesin sieht sich als eine große Familie an, die es ist und für alle Zeiten bleibt und niemand kann dieses Band erschüttern. Obwohl die Mehrzahl der Mitglieder dieses Hauses Finster sind, haben die Lichten ein Mitspracherecht.
Haus Aesin ist der Bewahrer des Nordens. Sie kommen aus den kalten Regionen des Traumes und der Welt und waren einst verbitterte Krieger gegen die Fomorii, die Feinde aller Feen. Als das Bersten kam verließen die Aesin nur widerwillig ihre ihnen anvertrauten Länder in den Fleischlanden, doch da auch die Fomorii in Arkadien waren, gingen sie, um sie weiterhin zu bekämpfen. Doch jetzt sind die Fomorii aus ihrem langen Schlaf erwacht und Haus Aesin ist zurückgekehrt, um ihre Heimat und das ganze Land gegen diese Gefahr zu verteidigen.
Die Aesin sind wild und urtümlich. Sie sind voll und ganz Sidhe und der Meinung, dass Gemeine ihren Platz kennen sollten. Jedoch sind sie sehr naturverbunden und leben selten in Städten und bleiben von High Society Veranstaltungen fern. Die Kinder der goldenen Eule auf grauem Grund sind weise, jedoch ebenfalls starke und gefährliche Jäger. Sie sind Krieger und halten nicht viel von Lügen und Intrigen. Ihre Politik ist einfach, ehrlich und hat die Wucht eines Güterzuges. Ihre Ziele versuchen sie eher durch eine gut platzierte Kriegserklärung als mit nächtelangen, perfiden Gesprächen zu erreichen.
Aesin-Sidhe sind ursprünglich und wild, aber dennoch ganz Sidhe. Sie sind noch fremd in der neuen Welt und kleiden sich gerne in nordische Gewänder, deren Stil ihnen ein bisschen Heimat vermittelt. Ihre ganze Erscheinung ist ein wenig ungezähmt und in ihren Augen sieht man die Verbundenheit zu Natur und Tieren, die sie so lieben.
Haus Ailil_Haus Ailil ist das bekannteste unter den Finsteren Häusern. Sein Gründer, Lord Ailil war ein Politiker sowie Philosoph und Gelehrter des Okkulten. Haus Ailil sowie Haus Eiluned entspringen derselben Linie, Ailil und Eiluned waren Geschwister. Als die Sidhe vor dem Bersten nach Arkadien flohen blieb er zurück und akzeptierte sein finsteres Erbe, da er seiner Meinung nach nur so ein Bollwerk gegen die Banalität errichten könnte. Haus Ailil selbst allerdings nimmt an, dass sein Gründer in einem Verlorenen Ort weilt, der vielleicht noch heute existiert, und dort inzwischen seinem Lichten Erbe verfallen ist. Finster war ihr Gründer schon immer, soviel ist ihnen klar.
Ailil-Sidhe sind Meister der Verschwörung und machthungrige Politiker. Man trifft sie oft als Berater von Lichten wie Finsteren Herrschern an, da sie wie kein anderer in der Lage sind politische Situation einzuschätzen und Intrigen zu spinnen. Das Ausnutzen dieser Fähigkeiten ist schon vielen Herrschern anderer Häuser zum Verhängnis geworden, die sich plötzlich als Marionette auf dem eigenen Thron wiederfanden. Das Banner des Silberdrachens steht meist im Hintergrund und wartet auf den Schutz der Nacht um bewacht von den fünf Sternen zuzuschlagen. Das Ziel des Hauses ist vornehmlich, die Zwillingshöfe wiederherzustellen, da es der Ansicht ist, dass der Endlose Winter nicht überlebt werden kann, wenn der Zirkel der Jahreszeiten zum Stillstand gebracht wurde. Die Lichten müssen den Sommer regieren, jedoch die Finsteren den Winter. Solange die Dualität gestoppt ist, erstarrt der Glamour unweigerlich zu Eis.
Ailil-Sidhe machen immer das beste aus ihrer Situation, ihr Stolz und ihr unstillbarer Machthunger stehen ihrer Geduld entgegen. Wenn sie etwas wollen, dann werden sie alles tun, um es zu bekommen. Man sagt, sie seien die Führer des Schattenhofes, und es ist fraglich, welch finstere, perfide Pläne sie noch verfolgen...
Die Sidhe von Haus Ailil haben meist dunkle Haare und Augen und sind bekannt für ihre stechenden Augen. Ihr Blick ist unglaublich einschüchternd und sie starren ihre Kontrahenten geradezu nieder. Sie bevorzugen dunkle Kleidung, meist schwarz mit silbernen Accessoires.
Haus Balor_Die Lichten Feen tun oft so, als wären die Sidhe von Haus Balor nicht mehr als ungezogene, rebellierende Kinder, die darin aufgehen „böse“ zu sein. Nur wenige gestehen sich ein, dass ihnen beim Anblick der missgestalteten Kinder des Glühenden Auges ein kalter Schauer über den Rücken läuft und noch viel weniger kennen die wahre Geschichte des Hauses.
Haus Balor wurde gegründet von Lugh of the Long Arm, einem der drei Enkel von Balor of the Evil Eye, der der Legende nach ein mächtiger General in den Reihen der Fomorii war, den ärgsten Feinden der Tuatha De Danaan und aller Feen. Das würde trotzdem bedeuten, dass in ihren Adern blaues Blut von gleich zwei Seiten fließt, und dies wiederum stellt die Position von Haus Gwydion in Frage, die bislang auf Grund ihrer edlen Abstammung die unangefochtenen Herrscher der Feenwelt sind.
Balor-Sidhe sind das pure Chaos und sie gehen darin auf unter den Lichten Angst und Schrecken zu verbreiten. Sterbliche sind für sie nur Spielzeug und ihre Seele trägt den Makel der Korruption und sie leiden nicht unter der Berührung kalten Eisens. Die Kinder der sagenhaften Fomorii erneuern alte Pakte mit finsteren Mächten und haben großen Einfluss auf den Shadow Court. Die schwarze Schlange windet sich im violetten Licht des Untergangs ruhig und fest um den goldenen Turm mit der roten Tür, was immer sich auch dahinter verbirgt. Die Balor sind Kriegsherren und stehen gegen den Rest der Welt. Die Kinder der Erzfeinde der Tuatha De Danaan tragen einen tiefen Zorn in sich, der von einigen Häusern, die ihrer Vergangenheit in Arkadien noch näher sind, scharf erwidert wird. Eigentlich stehen die Kinder des glühenden Auges alleine gegen sich und den Rest der Welt, und wenn sie sich eines Tages entgültig zusammen reißen, und als eine Einheit stehen, werden sie eine echte Gefahr für den Rest der Wechselbälger sein...
Die meisten Balor-Sidhe tragen einen körperlichen Makel mit sich, ein Zeichen ihrer Verwandtschaft mit den Fomorii. Sie haben Stil, versuchen aber mit allen Mitteln zu schocken, dementsprechend ist auch ihre Kleidung oftmals auffällig und tabulos, jedoch meist in den Farben Violett und Schwarz gehalten, manchmal mit aggressivem Rot abgesetzt. Die Kinder des Glühenden Auges sind wunderschön, genauso schön wie andere Sidhe, doch meist ist ihr Anblick nicht allein wegen der Deformation grotesk. Ihre Augenfarbe beißt sich mit ihrer Haarfarbe, oder ihre Haut hat einen eisigen Glanz. Balor-Sidhe sind einfach anders.

Haus Daireann_Die Sidhe von Haus Daireann verfolgen ihre Linie weit zurück und berufen sich auf die älteste Tochter eines ranghohen Tuatha-Adeligen. Die junge Daireann war eine natürlich schöne, und schüchterne Sidhe, die für ihre Heil- und Zaubertränke bekannt war. Sie half gerne und lehnte es meist ab mit ihrer Kunst jemandem Schaden zuzufügen. Doch sie wurde von Fionn MacCumhail, dem Volkshelden der Fianna verführt und verlassen. Obwohl er ihr ewige Treue geschworen hatte, wendete er sich Daireanns jüngerer Schwester Sadbh zu und ließ die erstere mit gebrochenem Herzen zurück. Daraufhin braute Daireann, auch aus Angst, ihre Schwester müsse dasselbe von ihrem Verführer erwarten, einen Trank, der ihn seiner Kraft beraubte und verwirrt zurück lies. Sadbh heilte ihn, und Daireann wurde für nobel erklärt. Die beiden waren quitt, doch bis zum heutigen Tage erzählen sich die Fianna die Geschichte und sind nicht gut auf Sidhe von Haus Daireann zu sprechen.
Daireann gebar unverhofft einen Sohn, der zu einem gewaltigen Krieger heranwuchs. Sein Name war Conchobhair. Niemand wusste, wer der Vater des Jungen war, aber seine unglaubliche Stärke sollte das Haus in eine neue Ära führen. Das Haus ist Finster, doch haben die Sidhe einen ganz eigenen Ehrenkodex, der von Conchobhair festgelegt wurde. Ehre, Rache und Gastfreundlichkeit sind die obersten Grundsätze der Daireann. Das Haus besteht hauptsächlich aus Kriegern, Männer sowie Frauen. Einige unter ihnen folgen dem Weg der Gründerin und sind mächtige Hexer, die Zaubertränke für jede Gelegenheit mischen und sehr viel Ahnung von vergessenen Kräutern haben, die im Dreaming wachsen. Ansonsten sind Daireann-Sidhe gesellig und regelrecht geschwätzig. Wer ihre Grundsätze einhält, und sich ihnen gegenüber z.B. gastfreundlich zeigt, der wird mit einer netten Geschichte belohnt und davon kennen die keltischen Krieger viele. Sie trinken und feiern gern und sind trotzdem ganz Sidhe. Auf Grund ihrer naiven Art und Geschwätzigkeit allerdings verdarben sie es sich einst mit den Scathach, weil sie einst einige wichtige Geheimnisse von ihnen ausplauderten und sie in Verlegenheit brachten.
Daireann-Sidhe sind wohl die eitelsten ihrer Art. Sie geben so viel auf gutes Aussehen, dass einige nicht davor zurückschrecken ihr sterbliches Äußeres von Schönheitschirurgen zu verändern, sich z.B. Sidhe-Ohren operieren lassen. Sie leben nach den alten Grundsätzen der Tuatha De Danaan, und laut ihren Gesetzen ist man umso mehr wert, umso perfekter man ist. Erwacht eine Daireann-Sidhe mit einer körperlichen Behinderung, so wird sie verstoßen. Die stolzen Sidhe fürchten die Merkmale ihrer größten Feinde, der Fomorer.
Das Banner des Hauses ist ein Eichenbaum, der halb Silber und halb grün vor einem halb grünen und halb silbernen Hintergrund steht.
Haus Leanhaun_Leanhaun war eine der jüngsten und schönsten unter den Tuatha De Danann in den Landen von Tir Nan Og. All die anderen liebten sie und achteten sie und jeder wollte gut Freund mit ihr sein. Das einzige, was der schönen Maid zu fehlen schien, war Leidenschaft. Sie war schüchtern und zurückhaltend, höflich und freundlich, aber es schien so, als würde sie niemals jemandem sein Herz schenken. Die anderen entschieden, dass es bald Zeit für die junge Tuatha wäre, sich zu verlieben und so stimmten sie ab, wer unter ihnen am geeignetsten wäre ihr die Leidenschaft zu zeigen.
Den Wettstreit gewann Liam, die die Menschen über alles liebte und ihre Kunst und Leidenschaft zu fördern wusste. Liam brachte Leanhaun zu den Menschen, zeigte ihr ein kleines irisches Dorf, welches den Besten Harfespieler der ganzen Insel beherbergte. Erdath jedoch kniete soeben am Bett seiner sterbenden Mutter und war in tiefer Trauer versunken. Er stimmte ein Lied zum Abschied an und dieses Lied ergriff Leanhaun so sehr, dass es ihre Seele mit sich fort trug. Als Erdath endete, und seine Mutter den letzten Atemzug tat, trat Leanhaun aus ihrem Versteck hervor und zeigte sich dem Menschen in ihrer ganzen Pracht. Liam versuchte ihre Hand zu greifen, vermochte aber nicht mehr einzugreifen. Leanhaun befahl Erdath weiterzuspielen, und er tat es, inspiriert von ihrer Schönheit und Leidenschaft spielte sein Meisterwerk, ein Lied, welches von solch unirdischer Schönheit war, dass es das ganze Dorf einhüllte und jeden, der es hörte, verzauberte. Als das Lied endete, war die sterbliche Frau gegangen, und Erdath brach zusammen, sein Geist war nicht mehr.
Erschrocken und zerstört nahm Leanhaun die Harfe auf und floh zusammen mit Liam vom Ort des Geschehens. Liam verfluchte Leanhaun, weil es verboten war, sich in den Tod von sterblichen einzumischen. Sie verfluchte sie, dass sie ewig nach dem hungern sollte, was sie brauchte und liebte, es aber niemals bekommen sollte, und ihre Schönheit sollte verwelken mit dem Verlangen nach Inspiration und Schönheit. So sprach Liam, die Eidbrecherin, die verfehlt hatte ihr Versprechen, auf Leanhaun Acht zu geben und sie zu behüten, den schrecklichsten und grausamsten Fluch aus, der sie am Ende selbst verletzen sollte. Leanhaun zog sich zurück und wählte die goldene Harfe Erdaths, umwunden von einer schwarzen dornigen Rose, als Zeichen für den Verfall und die Versuchung der Schönheit, zu ihrem Wappen. Im Hintergrund die grünen Felder Irlands, ihres Heimatlandes, das sie so liebte.
Haus Leanhaun hat ein schweres Los zu tragen. Auf ihnen lastet ein Fluch, der dafür sorgt, dass sie doppelt so hart von der Banalität getroffen werden, als andere Sidhe. Sie lieben die Menschen und brauchen den Glamour, den sie produzieren, um zu überleben, denn wenn sie nicht regelmäßig Unmengen davon aufnehmen können, beginnen sie zu altern. Aus diesem Grund müssen sie oftmals Menschen plündern, was in der Feengesellschaft ein schweres Verbrechen ist. Leanhaun sind verträumt und leidenschaftlich. Sie sind die Musen, die Menschen inspirieren und ihnen Kreativität schenken. Diese Menschen erreichen Höhen in ihrer künstlerischen Karriere niemals allein erreicht hätten, aber leider, sind die Leanhaun gezwungen ihre geliebten Menschen auf eben diesem Höhepunkt zu vernichten, um selbst weiterzuleben. Leanhaun Sidhe sind mit die tragischsten Existenzen, die unter dem Licht des Traumes wandeln. Sie lieben ihre Opfer, und sind doch dazu verdammt sie zu vernichten, genau wie Leanhaun damals. Das schnelle Leben der heutigen Zeit gefällt ihnen dennoch. Sie sind einsame Streuner, die immer Außenseiter in der Gesellschaft sind, um ihr schreckliches Geheimnis zu hüten. Und sie sind rastlose wandere, die überall auf ihrem Weg, wie keine andere Fee, Rosenblätter aus Träumen streuen.
Leanhaun Sidhe sind meist sehr zierlich und wirken regelrecht zerbrechlich. Aber sie gehören zu den Schönsten, da ihre Präsenz wie die keiner anderen Sidhe etwas übernatürliches, nicht irdisches hat. In ihren tiefen, funkelnden Augen sieht man einen Ozean der Trauer und der Reue und wenn man zu lange hinein sieht, ist man verloren. Selbst wenn alles um sie herum grau zu sein scheint, sind die Leanhaun ein flackernder Funken Farbe, immer verzweifelnd kämpfend, um nicht zu verblassen.
Haus Varich_Die Sidhe von Haus Varich stammen aus dem russischen Raum. Ihr Gründer, Varich selbst, so erzählt man sich, sei der Sohn von Sonne und Mond und wandelte im Licht von beiden mit erheblicher Macht. Er kämpfte, lachte, trank und liebte, und jedermann war sein Freund, obwohl keiner vermochte sein Herz zu gewinnen. Doch eines Tages dachten Sonne und Mond, dass es Zeit war für ihren Sohn zu heiraten und ihr Geschlecht fortzuführen. Der Mond schickte die Inanimae um eine Frau für seinen Sohn zu finden, doch die Sonne lächelte nur, da sie wusste, dass die unbelebten Feengeister zwar willig zu dienen, aber nicht intelligent genug waren, um die Aufgabe zu erfüllen. Sie beauftragten eine namhafte Sluagh-Hexe ihrem Sohn eine Braut zu finden, doch da diese keine fand, die sein Herz erobern könnte, erschuf sie einfach eine. Die Jungfrau war gemacht aus Schnee und Eis, mit Augen aus Bernstein und Haar aus Goldfäden, Lippen und Brustwarzen gefärbt mit dem Blut der Zauberin selbst. Doch das Herz, welches sie in die Brust setzte war ein Rubin gefüllt mit Menschenblut. Wie es kommen musste misslang der Täuschungsversuch. Als Varich die Schöne sah, verliebte er sich sofort in sie, doch als er sie mit in die Arme schloss, Schmolz die künstliche Jungfrau unter Qualen im Feuer seiner Leidenschaft. Varich konnte nicht verstehen, was geschehen war und schrie wütend auf, Verfluchte die, die ihm das angetan hatten und schwor niemals wieder zu lieben.
Bis heute hüten die Sidhe von Haus Varich die Reiche ihrer Ursprünge. Ein mächtiger Packt, der noch vor ihrer Flucht nach Arkadien geschlossen wurde, verbindet sie mit dem Volk ihrer Heimat, das schwor die gerechten Herrscher niemals zu vergessen. Außerdem ist dieses Haus bekannt dafür die Inanimae, die Geister von Haus und Hof, und Natur zu ehren, und in ihren Diensten zu haben. Außerdem sind die Varich-Sidhe begnadete Taktiker und wiederkehrende Abläufe und Strukturen faszinieren sie. Sie können sich die Strategie ihrer Gegner einprägen und sie gegen ihn verwenden, selbst wenn sie ihn nur ein einziges mal beobachtet haben. Allerdings verfolgt sie immer noch der Fluch, der Varich damals traf und sie sind nicht in der Lage sich zu verlieben. Ein wirklich tragisches Schicksal für eine Sidhe. Außerdem sind die Varich-Sidhe naturgemäß nicht besonders gut auf Sluagh zu sprechen, wenn man bedenkt, dass sie an der Misere schuld sind.
Die Varich-Sidhe verstehen Struktur und wiederkehrende Zyklen wie kein anderer Kithain und sie sind sich sicher, dass der Endlose Winter kommen wird, denn auf Frühling folgt, Sommer, auf Herbst Winter. Und dieser Herbst dauert schon viel zu lange an. Sie sind immer düster gekleidet und bevorzugen goldenen oder bernsteinfarbenen Schmuck, oft tragen sie Felle oder Abzeichen ihres Ranges, da sie sehr stolz auf ihren Status innerhalb des Hauses sind. Meist haben sie blasse Haut und goldenes, oder platinfarbenes Haar, dass sich Silber färbt, wenn ihre Wilderzeit vorbei ist. Ihre Augen sind entweder ganz dunkelbraun bis schwarz, oder eisblau. Das Banner ist eine große goldene Sonnenscheibe, von der acht gerade, acht geschlängelte Strahlen abgehen, alles auf schwarzem, bzw. ebenholzfarbenem Grund.
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