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Der Schattenhof

von Hawkin

 

 

_Der Schattenhof (Shadow Court) ist eine Vereinigung aus Finsteren Feen, die sich in Annahme der meisten Lichten jedes Jahr zu Samhain trifft, um für diese eine Finstere Nacht die Herrschaft an sich zu reißen, die Lichten Höfe zu kopieren und zu imitieren und sich darüber lustig zu machen, was innerhalb des Jahres so geschieht. An Samhain treffen sich all die Freaks zu einem einzigen großen Fest, und selbst die Lichten wenden sich für diese einzige Nacht ihrem Finsteren Erbe zu und feiern hemmungslos die Dunkelheit.

Doch eigentlich ist der Schattenhof viel mehr. Eine düstere Bedrohung aus tiefem Wahnsinn und verdrehter Finsterer Kreaturen schleicht durch den Nebel des Vergessens und im Gegensatz zu der Annahme der meisten Feen sind die Geschichten über den Schattenhof keine Märchen, die Kindlinge erschrecken sollen. Der Hof ist gut organisiert und es gibt sogar eine Fraktion im Parlament der Träume, die behauptet für ihn zu sprechen, die allerdings keiner so recht ernst nimmt. Das eigentliche Ziel des Schattenhofes ist es jedoch, Chaos und Zerstörung über die Welt zu bringen, dem Endlosen Winter endlich dazu zu verhelfen über die Welt zu kommen und diesen dann zu überleben. Dazu will er erst einmal den Lichten Adel stürzen, und wenn er seine wirren Ziele in die Tat umsetzen kann, wird nicht nur Concordia in Blut und Chaos untergehen. Die Uhr tickt und man kann den Winter nicht aufhalten. Der Schattenhof hat vor ihn zu beherrschen, und dazu hat er ein paar wirklich grauenerregende Asse im Ärmel...

 


Thallain

_Die Thallain sind pure Alpträume. Sie sind die verdrehten Abkömmlinge normaler Kithain, die von den verwirrten und furchtgeprägten Ängsten des Chaos verändert wurden. Thallain gelten als Vorboten des Endlosen Winters und werden vom Parlament der Träume nicht einmal als Wechselbälger anerkannt. Aus diesem Grund werden sie auch nicht vom Esheat beschützt, sie halten sich aber selbst ebenfalls oft nicht an seine Regeln. Trotzdem haben die Thallain eine starke Bindung zu ihren Wurzeln und das Kith, welches ihnen verwandt ist hilft ihnen manchmal aus. In der Regel aber hassen die normalen Wechselbälger Thallain und besonders das Kith, das ihnen am nächsten ist, sieht sich selbst und all seine Merkmale ins entsetzliche verzerrt und verdreht und wendet sich mit Abscheu von den finsteren Cousins ab. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach, denn leider sehen die Thallain ihren Pendants meist für Außenstehende recht ähnlich.

 

Thallain gibt es schon sehr lange, doch verstärkt tauchen sie in der heutigen Zeit auf und ihre Präsenz macht den Lichten die Nähe des Endlosen Winters klar. Diese furchterregenden, wilden Kreaturen besitzen zwei Finstere Erben und wirken dabei der Dualität der Feenwesen entgegen. Ihre Destruktivität macht sie unberechenbar und gefährlich. Doch die Finsteren Sidhe nehmen sich oftmals ihrer an ihren Höfen an, während die Lichten sie meistens einfach abschlachten, ohne abzuwarten ob sie nicht doch verträglich sein könnten. Eigentlich aber gibt sich einzig und allein der Schattenhof (Shadow Court) mit diesen verdrehten Kreaturen ab und benutzt sie für seine Zwecke.

 

 

Beasties

_Beasties sind das Zeug, aus dem wahre Alpträume gemacht sind, oh ja. Verwandt mit den trickreichen Pooka, sind Beasties genau das: Bestien in Feengestalt, die sich ungesehen in eine grauenerregende Alptraumkreatur verwandeln können, die dem Fell an Terror in nichts nachsteht. Nicht ein Beastie gleicht dem anderen und selbst Gaja die Mutter der Erde selbst birgt ihr Antlitz in Scham über diese hungrigen, wilden Kreaturen, die sich zügellos an Fleisch und Glamour der Welt laben. Plündernd und wildernd ziehen die Beasties in Rudeln umher und verbreiten einmal im Monat Angst und Schrecken unter den Sterblichen, die sich danach nur noch in ihren Alpträumen an die Vorfälle der vergangenen Nächte erinnern. Vorrausgesetzt, sie haben den Angriff überlebt. Einmal im Monat ist Ravage, und Beasties fressen nicht selten ihre Plünderopfer. Die Bestien verstecken sich oft an Finsteren Höfen und geben sich als Finstere Pooka aus. Besser für sie, denn Lichte Feen greifen sie aus einem inneren Zorn heraus instinktiv an und versuchen sie zu töten. Doch wehe der Fee, die auf ihren finsteren, morbiden Humor hereinfällt...die Streiche von Beasties enden meistens tödlich.

 

Im sterblichen Schein sind Beasties undisziplinierte, struppige Menschen mit wild dreinblickenden Augen. Ihr Feenschein hat Züge „ihres“ Monsters, die auch denen von Tieren ähneln können. Wenige außerhalb des Shadow Courts hatten bislang den Mut sich einem Beastie in seiner Urform gegenüber zu stellen, und noch viel weniger haben es geistig gesund überstanden.

 

 

Boggarts

_Boggarts sind die Finsteren Cousins von Heinzelmännchen (Boggans). Genauso wie ihre arbeitsame Verwandtschaft brauchen diese widerlichen Gesellen immer etwas zu tun, nur hat es meistens nichts mit körperlicher Arbeit zu tun. Boggarts sind viel mehr Geschäftsleute und haben ein gewisses Organisationstalent. Sie arbeiten immer in Gruppen zusammen und man trifft sie praktisch niemals alleine an. Sie helfen dem Schattenhof gerne weiter, sind sich aber in der Regel zuerst einmal immer selbst die nächsten. Früher waren ihre Hauptgebiete Sklavenhandel und ähnliche Geschäfte, heutzutage trifft man sie in den Führungsetagen von Konzernen genauso an wie bei den Dealern auf der Straße. Boggarts haben für Menschen nichts übrig und benutzen ihre Nase fürs Geschäft meist um diese zu ruinieren, und daraus einen Vorteil zu ziehen. Gemeinsam sind sie dazu in der Lage Aufgaben von solcher Komplexität zu organisieren, dass jede Sidhe blass wird. Man kann sie für alles engagieren und sie rekrutieren sich ein paar Finstere Heinzelmännchen und erledigen es. Man sollte nur sicher gehen sie rechtzeitig zu bezahlen.

 

Als Menschen sind Boggarts meist stämmig und klein. Im Feenschein sind sie giftige Zwerge mit wulstigen, spitzen Ohren, scharfen Zähnen und grauer, faltiger Haut. Um so mehr sie ihrer Gier nach Kapital und Erfolg verfallen, umso verharmter werden ihre Züge, ihre Ohren und Nasen länger und ihre Gesichter grotesker.

 

 

Bogies

_Diese wirklich abstoßenden Kreaturen sind die wahren Alpträume auf den Straßen. Verwandt mit den Sluagh haben sie eigentlich nicht viel mit ihnen gemeinsam, jedoch hält das Untervolk nichts so hoch wie die Familie und so kommt es oft vor, dass Bogies von Sluaghcliquen versteckt werden, wenn sie Probleme haben. Und diese haben sie oft. Jeder Bogie hat eine Vorliebe für einen Bestimmten Teil des Körpers, den er frisst. Meistens fressen sie Menschen, denn für deren Leben haben sie nichts übrig und sehen diese Spezies als Fehler der Evolution an, der vernichtet gehört. Man munkelt dass einige Sluagh Bogies versteckt halten um sie auf ihre Feinde zu hetzen, aber es ist fraglich, ob sich diese verdrehten Wechselbälger mit so etwas zufrieden stellen würden. Ein Bogie stirbt nicht, wenn es seine frische Menschenleber nicht bekommt, doch sein Hunger auf diese Delikatesse wird immer stärker werden, bis es irgendwann nicht mehr widerstehen kann. Wenn man einen Bogie umbringen will, kann man es einfach gut fesseln. Ganz entgegen ihren Cousins, den Sluagh, können sie sich aus solcherlei Gefangenschaft nämlich nicht herauswinden und ertragen das Gebunden sein nicht. Sie vegetieren dahin, bis sie sich befreien können oder sterben ganz langsam an ihrer Unbeweglichkeit.

 

Bogies sind groteske Gestalten, die schon im menschlichen Schein wie obdachlose Totschläger oder skrupellose Drogenabhängige aussehen. Im Feenschein verwachsen ihre Körper und aus allen Körperöffnungen fließt Schleim und strömt unangenehmer Geruch. Sie geben ununterbrochen seltsame Geräusche von sich und zucken abnorm.

 

 

Goblins

_Wenn Nöcker von dem Gedanken beseelt sind zu Erschaffen, dann sind Goblins die Götter der Zerstörung. Sie basteln Maschinen und Waffen, mit denen man immer beträchtlichen Schaden an irgendetwas anrichten kann. Große Löcher sind gute Löcher, wenn man sie selber gesprengt hat. Wenn dabei die Hälfte der lokalen Freistätte (Freehold) draufgeht, egal. Hauptsache, man hat sich bewiesen. Goblins halten sich selber für Künstler und sehen sich als äußerst missverstandene geniale Erfinder. Sie folgen in ihrer Schaffensweise bestimmten „Trends“. Wie Modedesigner haben sie je nach Saison andere Vorlieben, denen sie in ihrer grenzenlosen Bau- und Zerstörungswut nacheifern. Finstere Nöcker stören sich nicht weiter daran und stellen Goblins oft als unterbezahlte, schlechte Assistenten ein. Dies kann allerdings schon mal gefährlich werden, wenn der Goblin die Missachtung seines Lehrmeisters erkennt und beschließt ihm sein wahres Genie zu offenbaren... Boom! Yeah! Yeah!

 

Im sterblichen Schein sehen viele Goblins aus wie Wissenschaftsfreaks oder Streber aus dem Chemieunterricht. Im Feenschein sind sie klein und giftig grün, haben lange spitze, knochige Ohren und gelbe Augen.

 

 

Ogres / Oger

_Oger sind dumm. Klingt hart, aber es ist wahr. Ihr vorherrschender Charakterzug ist: dumm. Sie mögen aussehen wie Trolle, doch sie sind definitiv verloren. Wenn herauskommt was sie sind, werden sie meistens von jedem Lichten und einigen Finsteren Höfen verjagt, bevor sich ihre „ausgeprägte Persönlichkeit“ vollends entfalten kann. Oger sind gewalttätig und nur in Schlägereien sind sie in der Lage plötzlich erstaunlich schnell zu schalten. Sie haben die Eleganz eines Elefanten beim Dressurreiten und wenn sie in der Gesellschaft von schönen und anmutigen Feen sind, dann müssen sie dies meistens postwendend beweisen. Die einzige Autorität die sie anerkennen ist Stärke. Auch politische Stärke, muss man dazu sagen, besonders, weil sie dem rein absolut gar nichts entgegenzusetzen haben. Der Schattenhof schützt trotz alledem die wenigen Oger dieser Welt, denn sie haben ein feines Näschen für andere Kithain und ihre Einstellung. Sie können riechen ob jemand Licht, Finster, oder Thallain ist.

 

Oger sind sehr groß, oder sehr gedrungen, eines von Beidem. Im Feenschein sind sie blau bis grün und äußerst kräftig, haben Hörner genau wie Trolle, nur manchmal etwas verwachsener, spitze Ohren und hervorstehende, mächtige Zähne.

 

 

Spriggan

(SPRIG-un)

_Diese widerlichen Kreaturen sind die Thallain-Variante von Piskies. Man muss nicht erwähnen, dass sich dieses Kith, welches Kinder so liebt ganz besonders für seine finsteren Cousins schämt. Spriggan sind von wilder und unberechenbarer Natur, so wie alle Thallain, sind aber im Gegensatz zu den anderen Vertretern recht faul und außerdem sehr selten. Kein Wunder, bedenkt man doch ihre liebste Tätigkeit: Ihr Laster, an dem sie einen Heidenspaß haben, ist es, Kinder zu entführen und sie zu quälen. Das mag schon bei Menschenkindern hart sein, jedoch ist es für sie ein ganz besonderes Vergnügen Feenkinder zu entführen. In 99% der Fälle taucht das Kind wieder auf, bzw. wird gefunden und ist relativ unversehrt, ein bisschen unterkühlt und sehr verängstigt. Aber es gibt Horrorgeschichten darüber, dass es Feenkinder nicht geschafft haben den schmutzigen Fingern der Spriggan zu entkommen und jede Hilfe zu spät kam. Nun, würde so etwas öfter vorkommen würde sie auch der Lichte, wie der Finstere Hof gleichermaßen bis ans Ende des Traumes jagen. Spriggan sind sowieso nur für eine Sache nützlich: Um Schätze zu bewachen. Wenn einer dieser Kreaturen einen Eid schwört, etwas zu bewachen, was von Wert ist, so kann er ein ernstzunehmender Gegner und ein loyaler Diener sein. Vor allem weil man ihnen nachsagt, sie könnten furchterregende Stürme erschaffen.

 

Spriggan haben keine besonderen Merkmale im sterblichen Schein, bis auf ihre dreckigen Kleider, ihre meist verfilzten Haare und ihren üblen Geruch. Im Feenschein ändert sich daran nichts und ihre Haut nimmt einen dunklen olivgrünen Ton an. Ihre Haare sind grau und stumpf, ihre Ohren spitz und knorpelig und ihre Augen sind gemein und hinterlistig.

 


 

 


Stand:  2004-04-09 01:16 | Es ist 1 Besucher online. | Ihr seid nicht angemeldet.