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Einleitung

Geschöpfe des Traums...

 

von Hawkin

 

 

_Die Wechselbalggesellschaft ist ein komplexes Spiel aus Jahrhunderte alten Gesetzen, die schon seit dem Bersten existieren und postmodernen Regeln, die sich ständig wandeln. Von den anmutigen Sidhe und ihren Höfen bis hin in die Finstersten Gossen der Großstädte mit ihren Kulturfolgern der verschiedenen Kith... Es gibt Wechselbälger an jedem Ort dieser Welt, mit Sicherheit und ihr Sozialverhalten gleicht einem Tanz, der schöner und verzerrter nicht sein könnte und einzigartig komplex ist, in der Welt der Dunkelheit. Um diese Zusammenhänge vollkommen zu verstehen, muss man einen Blick auf die Geschichte der einstigen Feen werfen.

 

 

Das Zeitalter der Mythen

_Im Zeitalter der Legenden und Mythen gab es keine Trennung zwischen Traum und Wirklichkeit, die Menschen lebten Seite an Seite mit ihren Fantasien und Wünschen, den Ausgeburten ihrer Träume und Alpträume. Doch mit der Zeit wandelten sich die Welten und Arkadien wurde zu einem eigenen Reich, welches getrennt existierte von den Landen des Fleisches (Waking World, oder Fleshlands).

 

Über dieses Land wo Milch und Honig flossen herrschten die Sidhe, Nachkommen des Hügelvolkes, der Tuatha De Danaan. Magischen Wesen von unglaublicher Anmut, Kraft und Schönheit, von unendlicher Eleganz, Leidenschaft und Grausamkeit, fern von allem Menschlichen und blauen Blutes geboren um zu herrschen. Entstanden aus den Träumen der Menschen, den Träumen und dem Blut der Tuatha De Danaan, ebenso wie ihrer Wünsche, Fantasien und Alpträume.

 

Ihnen unterstanden die anderen Kith, die aus Träumen der Menschen geborenen Gemeinen Feen. Ihrer Wilden Natur entsprechend kaum zu zügeln und den Legenden der Menschen entsprungen, hatte jedes Kith seine eigene Art, mit Träumern umzugehen, sie zu necken, sie zu erfreuen, oder bis aufs Blut zu reizen und zu schrecken. Jedes von ihnen hat eine eigene Geschichte und entstammt dieser zu Folge einem anderen Teil der Welt, manche von ihnen behaupten sogar, sie seien schon sehr viel Älter, als die Sidhe selber oder gar die Tuatha De Danaan. Die Sidhe, die Herrscher des Feenreiches allerdings, stammen aus Hibernia, wie Irland einst genannt wurde.

 

Feen waren unsterbliche, ungezügelte Wesen puren Glamours, der Macht aus dem der Traum gewoben wurde und manch eine von ihnen hatte so wenig menschliches an sich, dass sie den Menschen fremd und fürchterlich vorkommen musste. Ihnen anzusehen war die Herkunft aus einer anderen Welt und ihre pure Erscheinung war gezeichnet von Wildheit, Lebenskraft und Unsterblichkeit. Die Gemeinen Feen zeichneten sich durch eine außergewöhnlich lange Lebensspanne aus und schienen wahrlich kaum zu altern, während die Sidhe wahrhaftig unsterbliche Wesen waren, die niemals alterten und niemals eines natürlichen Todes sterben mussten. Ewige Jugend und Schönheit umspielte ihre Reiche genauso wie ihre Körper.

 

Und wenn eine Fee doch einmal sterben musste, so hatte sie die Aufgabe des „Lichten Pfades“ (The Bright Road) zu bestehen, einem Pfad, der tief in die Welt des Traumes führte und dem Wesen viele Gefahren auf dem Weg zu sich selbst und zu seinem Schicksal bereit hielt. Doch ging man siegreich auf dem Pfad und bestand all seine Prüfungen, so kehrte man zurück in den Traum und in das Land der Sterblichen, zurück ins Leben. Manchmal als eine völlig gewandelte Person.

 

Seit jeher teilten sich die Feen in zwei Höfe, die ununterbrochen miteinander fochten und oftmals überkamen dunkle Schatten des Krieges das Land der Träume. Waren sie Reflektionen der sterblichen Kriege, oder war es gar umgekehrt und die Sterblichen ließen sich in den Fleischlanden mitreißen von der Saat ihrer Träume? Wie dem auch sei, die Feen teilten sich in Licht (Seelie) und Finster (Unseelie). Der Lichte Hof bekämpfte ewig den Finsteren und umgekehrt, so wie das Gute in einem ewig mit dem Schlechten ringt. Ein jedes Ding hat zwei Seiten und auch jede Fee besitzt ein Lichtes und ein Finsteres Erbe, das Vermächtnis des Traumes, der ihnen zeigt, wie sie sind und wo sie hingehören. Eines der Erben überwiegt und zeigt der Fee, ob sie aus glücklichen Visionen oder Alpträumen geboren ward. Niemand widersetzt sich dem Willen des Traumes allzu lange und wie der Wechsel der Jahreszeiten, so errangen auch die Höfe ihre Siege abwechselnd und niemals blieb etwas stetig in der wilden ungestümen Welt aus Glamour.

 

Feste Regel blieb: Ab Beltane sollte das Jahr den Lichten gehören, ab Samhain wiederum, wechselten die Herrscher und die Finsteren kamen wieder an die Macht. Der ewige Kreislauf der Jahreszeiten bestimmte das Wesen und die Gesellschaft der Feen.

 

 

Das Bersten

_Doch wie die Zeit ihren Lauf nahm, so geschah etwas unfassbares. Etwas, dass in Grausamkeit nicht mit all den Kriegen übereinstimmte, etwas, das so unwahrscheinlich war, dass es niemand kommen sah.

 

Die Feen verstrickten sich immer mehr in ihre eigene Politik. Die Sidhe führten Kriege, und ließen die Menschheit unberührt, per Gesetz. Die Gemeinen aber gaben sich weiterhin mit dem Volk ab, welches sie geträumt hatte und spielten und liebten, töteten und litten mit ihnen. Es wäre ihnen nicht eingefallen „ihre Menschen“ zu verlassen. Doch der Mensch machte eine folgenschwere Entdeckung: Er fand die Macht des Kalten Eisens. Der seelenlose Stoff gab Waffen eine andere Bedeutung und immer mehr Kriege führten die Menschen, maßlose Kriege. Die Feen stellten sehr bald fest, dass dieses ruchlose Metall in der Lage war, ihnen tiefe brennende Wunden beizubringen, und dass ein Streich von einer solchen Waffe ihre unsterbliche Seele für immer von den Lichten Pfaden des Traumes abschneiden und vernichten konnte.

 

Dies trieb einen großen Keil zwischen die Feen und die Menschenkinder und die Sidhe entschieden sich den Menschen allerhöchstens noch als Musen zur Seite zu stehen, direkte Interaktion mit ihnen aber wurde bei Strafe für das Hohe Volk verboten. Die Gemeinen aber blieben bei „ihren Menschen“, lebten mit und unter ihnen und versuchten ihnen die Banalität des Kalten Eisens mit ihren Späßen und Schrecken auszutreiben.

 

Doch es sollte nicht funktionieren. Die Sidhe unterschätzten das Metall, die Gemeinen konnten nichts tun, und sie alle gemeinsam übersahen das kommende Unheil, die Banalität. Als der christliche Glauben allenthalben Einzug fand und zusehends totalitärer wurde, war es bereits zu spät. Das Unglück trug sich zu um 1200 a.d. Der Schwarze Tod griff um sich in Europa und kein Mensch in der Alten Welt vermochte noch an Träume zu glauben. Der einzige Weg aus dem eigenen Schicksal schien der Heiland, die einzig wahre Macht: Das Kreuz. In ihrer Agonie griffen die Todgeweihten nach dem letzten Mittel, das noch Hilfe versprach und so verschrieben sie sich dem blinden Glauben an die Kirche.

 

Dieser Glaube sollte sie tatsächlich blind machen. Sie setzten sich selber Scheuklappen auf, die die Menschheit niemals wieder loswerden sollte, verbauten sich ein Tor zu den Sternen und zu jedem Wunsch, der hätte in Erfüllung gehen können. Der Abrupte Einschnitt traf Arkadien mitten ins Herz. Von einer Sekunde auf die andere schrie das Paradies und schloss wie eine Muschel bei der drohenden Ebbe seine Tore in die sterbliche Welt um nicht von der Banalität ausgetrocknet und verzehrt zu werden. Die Kinder des Traumes aber, die Feen, sahen sich plötzlich hilflos dem erbeben ihres Reiches gegenüber. Viele hatten nur Sekunden Zeit zu überlegen, ob sie bei den Menschen bleiben, oder nach Arkadien fliehen sollten. Viele von den Gemeinen entschieden sich bei „ihren“ Menschen zu bleiben, während die Sidhe, bis auf ein einziges Haus beinahe alle vollständig nach Arkadien flohen. Sie waren den Menschen zu fremd geworden und gaben ihre Freistätten, geheiligte Stätten des Glamour an ihre treuen Untergebenen weiter, damit diese sie in ihrer Abwesenheit hüten sollten.

 

Doch auch andere Szenen spielten sich ab, im Kampf ums Überleben. Sidhe, die verbissen um den Einlass nach Arkadien kämpften, Licht und Finster, Seite an Seite, aber auch wie Todfeinde noch ein letztes Mal im Kampf um ihr Leben entbrannten und wiederum wie Gemeine versuchten die letzten Freistätten und ihre Tore zu stürmen, um auch noch hindurchgelassen zu werden, die Sidhe sie jedoch blutig zurückschlugen, aus Angst, ihre angesammelte Banalität könnte die Tore sofort veranlassen sich zu schließen. Das letzte Tor, das viel, war Silbertor, die größte und mächtigste aller Verbindungsbrücken zwischen Traum und Wirklichkeit im Norden Englands. Es schloss sich hart umkämpft von Horden Gemeiner und Sidhe auf beiden Seiten und lies viele, viele Verzweifelte, ebenso auf beiden Seiten, zurück. Und als Silbertor viel, da waren auch die letzten Hoffnungen der Zurückgebliebenen dahin, ihre Heimat jemals wiederzusehen, und die Geretteten brachen weinend zusammen auf Grund ihrer Taten oder ihrer zurückgelassenen Verwandten, Freunde und Besitztümer.

 

 

Das Interregnum

_Die Nachfolgende Zeit war hart für die zurückgebliebenen Gemeinen, ebenso wie für die zurückgebliebenen Sidhe. Über die Geschicke der Sidhe in Arkadien ist kaum etwas bekannt, denn ihre Geschichte ging in den Nebeln der Banalität und des Vergessens verloren. Doch die Sidhe, die blieben vergingen schnell. Bald wurde klar, dass ihre Seelen aus Glas waren, in dieser Welt voller Verzweiflung, Tod, bedingungslosem Glauben an einzig und allein die Kirche und voller Kaltem Eisen waren ihre Kräfte geschwächt und ihre Seelen zum sterben verurteilt.

 

Die Gemeinen allerdings gingen den Weg des Wechselbalges. Ihre Feenseele suchte sich einen Körper aus Fleisch und Blut und ging mit diesem eine Symbiose auf Lebenszeit ein. Wenn der sterbliche Körper seine Zeit erreicht hatte, so ging die Seele und suchte sich einen neuen. Die einzigen Sidhe, die diesen Weg ebenso bestritten, wie die Gemeinen, sind diejenigen von Haus Scathach. Alle anderen Sidhe verloren sich in den Nebeln der Zeit und ihre Seelen vergingen für immer genau wie ihre Körper, die ebenfalls nicht mehr unsterblich waren.

 

Die Gemeinen führten die Geschicke der Höfe weiter, kämpften um Freistätten und schlossen sich in losen Gruppen, genannt Kunterbunten zusammen, um der drohenden Banalität zu widerstehen. Zu beginn bekämpften sich Lichte und Finstere Wechselbälger wacker weiterhin unter dem Banner ihrer Häuser, oder in dreckigen Straßenkämpfen. Dann jedoch entschieden die Herrscher, dass es zu wenig Wechselbälger gäbe und jede Feenseele auf Erden wertvoll sei. So schlossen die beiden ewigen Rivalen einen Packt. Sie teilten das Jahr entgültig unter sich auf, so wie es sein sollte und so regierten die Lichten Wechselbälger mit dem Frühling in den Sommer hinein und die Finsteren kamen mit den Herbststürmen an Samhain über das Land um den Winter zu feiern und an Beltane das Zepter wieder den Kindern des Frühlings in die Hand zu geben. Diese Regelung nennt man die Zwillingshöfe (The Twin Courts). Kein Krieg sollte mehr zwischen den Wesen des Traums gefochten werden, jeder hatte seinen festen Platz, und dabei blieb es lange Zeit.

 

Über Jahrhunderte hinweg sollte sich einiges ändern, die Gemeinen lebten und kämpften mit den Menschen, richteten sich dann wieder gegen sie, doch passten sich an, erlebten ihre Geschichte und beeinflussten sie und lernten genauso wie die Menschen, ohne die Adeligen klar zu kommen, die ein Auge auf sie hatten und ihre Geschicke zu lenken gedachten. Alles lief gut und der Schmerz des elterlichen Verlustes wich dem Selbstbewusstsein erwachsen gewordener Kinder. Es schien nicht zu ändern, dass die Sidhe von der Erde verschwunden waren und die Gemeinen vergaßen langsam aber sicher ihre Erinnerungen, die sie noch aus der Zeit des Mythischen her von den Blaublütigen hatten. Es schien alles nicht mehr wichtig und längst verstrichene Vergangenheit, die nur noch in alten Märchen und Gruselgeschichten für Kindlinge (Childling) auftauchte. Doch es sollte ganz anders kommen...

 

 

Die Rückkehr

_1969 veränderte sich eine Menge, es war ein Jahr voller Ereignisse, doch das wichtigste, das unfassbarste war der erste Schritt, den die Menschheit über ewig währende Grenzen tat – die Mondlandung. Die Menschen begannen wieder zu glauben, dass außerhalb ihres bisherigen Vorstellungsvermögens etwas existierte, dass Wunder möglich seien. Sie begannen wieder zu träumen.

 

Die Macht der Träume öffnete Silbertor zum ersten mal nach so langer Zeit. Ein Stoß von Glamour entlud sich und danach vielen die Türen wieder ins Schloss. Niemand konnte nach Arkadien zurückkehren, noch bevor sich jemand des Wunders bewusst wurde, war es auch schon wieder vorbei, doch etwas sehr bedeutendes war geschehen. Die Sidhe waren wieder auf die Erde zurückgekehrt.

 

Fünf der Lichten Häuser betraten den Boden der Fleischlande als Wechselbälger und drei der Finsteren taten es ihnen gleich. Aus den unterschiedlichsten Gründen kamen sie aus Arkadien zurück auf die Erde, sei es Verbannung, Sehnsucht oder Machtgier, sie gingen in der Nebeln der Banalität unter, als das Vergessen über das Lichte Volk hereinbrach.

 

 

Der Übereinstimmungskrieg

_Die Sidhe lebten wieder auf der Erde, und den Gemeinen entging das nicht. Viele Sidhe versuchten sich zurechtzufinden und viele hatten in der banalen Welt erhebliche Schwierigkeiten. So pilgerten sie zu ihren verweißten Freistätten und erhoben vor ihrem früheren Gefolge wieder Anspruch auf die Orte ihrer Macht. Doch die Gemeinen weigerten sich das, wofür sie so lange gekämpft hatten und was nun schon so lange in ihren Händen lag, einfach wieder aufzugeben.

 

Die Sidhe brachen auf in einen Krieg. Sie verzweifelten und wurden zornig über die Arroganz und Aufsässigkeit der Gemeinen, die sie nicht begreifen konnten, war doch in Arkadien noch immer alles beim Alten geblieben. Doch die Fleischlande hatten sich verändert und während der Auseinanderswetzungen mussten die Sidhe feststellen, dass sie sich ebenfalls verändert hatten... In der Welt voll Banalität, die sie nun betreten hatten, war der Lichte Pfad nicht mehr zu erreichen, und ihre Seelen aus Glas konnten sich nicht gegen den endgültigen Tod erwehren. Die Sidhe alterten ebenso wie Menschen, denn sie besaßen sterbliche Körper. Wenn eine Sidhe starb, so starb sie plötzlich für immer.

 

Das Lichte Volk erzürnte auf Grund der Gemeinen, die so bereitwillig töteten, was einst über sie geboten hatte, was vom Traum selbst als unsterblich erschaffen wurde. Die Gemeinen wiederum hassten die Sidhe für ihre Arroganz und ihre Anmaßung, nachdem sie sie damals zurückgelassen und verstoßen hatten nun wieder dazustehen und so zu tun als gehöre alles ihnen und man müsse ihnen gehorchen.

 

Die Sidhe erhoben sich in der Nacht der Eisernen Messer (Night of Iron Knives) und zahlten den Gemeinen ihren Ungehorsam grausamst heim. Sie töteten in einer einzigen Nacht die Gemeinenherrscher vieler Freistätten, hauptsächlich in den Vereinigten Staaten. Sie vernichteten meist aus feigem Hinterhalt mit Waffen aus Kaltem Eisen. Die Gemeinen rächten sich fürchterlich, sie kämpften mit den Waffen der modernen Zeit, während die Sidhe den klassischen Weg gingen. Ein heilloses Gemetzel unter den Wechselbälgern drohte alles zu stürzen, und eine Einigung war nicht in Sicht.

 

 

Hochkönig David

_Doch die Rettung nahte in Gestalt eines Sidhekindlings von Haus Gwydion. Der junge David Ardry wurde vom Schicksal auserwählt der Herrscher aller Wechselbälger zu werden. Das Schwert Caliburn lies sich in seinen Händen führen, diese Legendäre Waffe, die nur dem Herrscher selbst zu diensten sein sollte. Genauso wie der schimärische graue Greif, der als Zeichen der Macht des Hochkönigs an seiner Seite verweilte.

 

Von nun an wurden die Kämpfe rarer und es kam zu verschiedenen Übereinstimmungen zwischen Gemeinen und Sidhe. Am Ende lag die Macht der meisten Freistätten wieder in den Händen des Lichten Volkes. Doch im Gegenzug mussten sie die Rechte der Gemeinen anerkennen und ihnen einen Status einräumen, den sie zuvor nicht gewöhnt waren.

 

 

Die Moderne Ära

_Bis zum heutigen Tage an leben Sidhe und Gemeine in Frieden, auch wenn es immer wieder Konflikte zwischen den Beiden Gruppen gibt und fraglich ist, was einmal sein wird, wenn der Hochkönig nicht mehr ist, um Frieden zwischen den beiden Parteien zu halten. Das Parlament der Träume regelt die Geschicke der Feen größtmöglich auf Diplomatischem Sinne, so auch die Belange von Licht und Finster, denn mit dem Wiederauftauchen der Sidhe, und dem Aufstieg Ardrys zum Hochkönig, hatte der Wechsel von Sommer und Winter ein Ende. Die Lichten Sidhe dominieren das Parlament und so kamen die Zwillingshöfe, der ewige Kreis der Jahreszeiten endgültig zum Stillstand. Die fünf Lichten Häuser entschieden es sei zu riskant, die Herrschaft über die Freistätten weiterhin auf zu teilen, da der Endlose Winter, das versiegen allen Glamours, kurz bevor steht. Diese Entscheidung führte zu Frustration und negativen Gefühlen der Finsteren, auch wenn sie ihr Mitspracherecht im Parlament der Träume behalten haben.

 

So ist die Gemeinschaft der Feen zerstritten und zerrüttelt, Gemeine gegen Sidhe, Finster gegen Licht, und trotzdem sind Feen wenig destruktive Geschöpfe. Wechselbälger sind niemals alleine, sie schließen sich in Kunterbunte und Eidkreise zusammen, bilden Cliquen und Gesellschaften. Finstere schließen sich mit Lichten zusammen, ebenso wie Sidhe mit Gemeinen, sie haben gemeinsame Interessen, verfolgen nur für eine Weile die Gleichen Ziele oder verlieben sich sogar ineinander. Die Wege des Traums sind unergründlich, und die Wechselbälger folgen ihnen stetig, treiben durch ein Meer aus Phantasie und Traum, immer hin und hergerissen zwischen sterblichem und Feenwesen, immer bestrebt, der Banalität zu entrinnen, die sie hoffnungslos in den Fleischlanden umgibt und für immer einzuschließen droht. Ein endloser Kampf, den niemand mit soviel Passion und Gefühl bestreiten könnte, wie eine Feenseele, deren Sein immer im Wandel liegt, und deren Zukunft ungewiss bleibt.

 


 

 


Stand:  2003-10-12 10:56 | Es ist 1 Besucher online. | Ihr seid nicht angemeldet.